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Artwork Details
Dimensions:
50 x 64 cm
Medium:
Mixed media on paper
Creation Date:
1983
Signed
Lot Information
Realized Price:
Estimate:
Lot Number:
Sale Information
Auction House:
Event Name:
Sale Number:
Date:
Dec 5, 2012
Provenance
Galerie Maeght Lelong, Zürich (rückseitig mit Galerieetikett) - Galerie Herbert Meyer-Ellinger, Frankfurt (rückseitig mit Galerieetikett) - Privatsammlung, Baden-Württemberg. - Ausstellung: Galerie Maeght, Zürich, 1983, Kat.-Nr. 63 (rückseitig mit Galerieetikett). - Antoni Tàpies wurde am 23. 12. 1923 in Barcelona geboren. Schon früh zeigte sich seine Liebe zur Kunst und Literatur. Mit 18 Jahren erkrankte er an Tuberkulose. Während der langen Rekonvaleszenz begann Tàpies, der eigentlich Rechtanwalt werden wollte, zu malen. Die Kunst sollte ihn nie wieder loslassen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er bereits 1946 ein zwei Jahre zuvor begonnenes Jurastudium abbricht und sich ganz der Kunst zuwendet. Zunächst orientiert sich Tàpies noch an den Werken von Künstlern wie Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Paul Klee und Joan Miró. Schließlich setzt er sich mit dem Surrealismus auseinander, distanziert sich jedoch später wieder von dieser Kunstrichtung. Seiner Ansicht nach fehlt ihm dort die Spontaneität, die einmal so entscheidend für sein Werk werden sollte. Seit dieser Zeit werden seine Arbeiten zunehmend abstrakter. Er experimentiert mit Materialien und Techniken und erweitert so wesentlich die Sprache der Bildenden Kunst. Als Bewunderer Joan Mirós beschäftigt er sich stark mit der Ikonographie in der Bildenden Kunst. Dies führte dazu, dass Zeichen und Symbole prägend für seine Kunst wurden.1950 erhält Antoni Tàpies ein Stipendium der französischen Regierung, das ihm den Aufenthalt in Paris ermöglicht. Dort lernt er Pablo Picasso kennen, mit dem ihn seitdem eine Freundschaft verband. Auch findet 1950 in Barcelona Tàpies' erste Einzelausstellung statt. In den fünfziger Jahren folgen weitere Studienreisen nach Belgien, in die Niederlande und nach New York, wo 1953 eine Ausstellung mit seinen Werken stattfindet. 1958 nimmt er an der Biennale in Venedig teil und erlangt dadurch internationale Anerkennung. Auf der Documenta in Kassel ist er 1959, 1964, 1968 und 1977 vertreten. Schließlich erhält Tàpies in seiner Karriere über 50 Auszeichnungen, darunter 1990 den Prinz von Asturien-Preis, die spanische Variante des Nobelpreises. Drei Jahre später ehrt ihn die UNESCO mit der Picasso Medaille. Antoni Tàpies gilt als wichtigster Vertreter der spanischen Informellen Kunst. In seinen Gemälden mischt er Sand, Zement, Marmorstaub, Lack und Leim. Er bearbeitet die Mischtechniken mit Farbe, die er dann wieder abkratzt und erneut aufträgt, solange bis die gewünschte Oberflächenstruktur erreicht ist. Seine intensive Beschäftigung mit der fernöstlichen Philosophie führt dazu, dass er bei der Suche nach dem Ausdruck immer wieder einzelne Buchstaben, Zeichen, Kreuze und Gegenstände oder Kleidungsstücke in seine Werke integriert. So entstehen geheimnisvoll wirkende, meditative Arbeiten. Er selbst bezeichnet sich nicht als abstrakten Künstler, sondern als Realist, der in seinen Arbeiten versucht, die Wirklichkeit begreifbarer zu machen
 
 
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